
Schon seit einigen Jahren haben wir bei fast allen längeren Outdoor-Touren ein Solarmodul samt Powerbank dabei und möchten beides nicht mehr missen. Gerade die Produkte von Sandberg haben sich als sehr robust und zuverlässig gezeigt. Seit kurzem ist von dem Hersteller aus Dänemark die neueste Generation von kompakten Solarmodulen auf dem Markt, die deutlich leichter und zugleich leistungsfähiger sein soll. Wir haben zwei ihrer Solarmodule ausgiebig getestet, den Sandberg Solar Charger 15W Lightweight und den Solar Charger 40W Lightweight. Zudem haben wir die Sandberg Survivor Nano Powerbank 10000 ausprobiert.
Die Produkte von Sandberg wurden uns für diesen Test zur Verfügung gestellt, somit handelt es sich um Werbung. Trotzdem sind alle Inhalte unsere persönliche, unabhängige Meinung und wir erhalten keine Bezahlung für diesen Review.
Bei jeder mehrtägigen Outdoor-Tour ohne gesicherte Lademöglichkeit der eigenen Elektronik über eine Steckdose stellt sich schnell die Frage, woher kommt der Strom für Smartphone, Kamera und Co.? Wir haben bereits im Jahr 2024 in einem umfangreichen Test vier sehr unterschiedliche Solarmodule der Hersteller Sandberg, SUNSLICE, ANKER und BioLite miteinander verglichen. Zudem hatten wir zwei Powerbanks mit jeweils 10.000 mAh getestet. Nach intensiven, teils mehrwöchigen Einsätzen auf etlichen Bikepacking-Touren haben sich bei den Solarmodulen zum Teil ein paar Schwächen gezeigt (hier gehts zum Artikel 4 Solarmodule im Vergleich).
Das Solarmodul von Sandberg, der Solar Charger 21W, hatte die Einsätze bis auf ein paar optische Gebrauchsspuren hingegen klaglos überstanden und funktioniert bis heute zuverlässig. Unser Hauptkritikpunkt war das Gewicht, denn im Vergleich mit den anderen, ähnlich leistungsstarken Solarmodulen sind 728 g recht viel. Mit der neuen Generation von Lightweight-Solarmodulen von 2026 will Sandberg diesen Nachteil behoben haben und zudem soll der Wirkungsgrad der neuen Solarzellen besser sein, so dass auch bei nicht idealen Ladebedingungen mehr Strom erzeugt wird als bei den älteren Modulen. Ob das stimmt, sehen wir uns hier an.
In unserem Artikel 4 Solarmodule im Vergleich haben wir bereits ausführlich unsere Anforderungen an ein gutes Solarmodul und eine gute Powerbank für den Outdoor-Einsatz beschrieben. An diesen Kriterien hat sich für uns bis heute fast nichts geändert, so dass wir sie an dieser Stelle nicht wiederholen wollen. Ergebnis der damaligen Überlegungen war, dass ein Solarmodul mit rund 20 Watt Leistung und eine Powerbank mit 10.000 mAh für unsere Zwecke in den meisten Fällen ausreichend sind. Damit kommen wir zu den Eckdaten der zwei Testmuster.
Der Sandberg Solar Charger 15W Lightweight hat zwei Ladeanschlüsse, einen USB-A und einen USB-C Anschluss, zum gleichzeitigen Laden von zwei Verbrauchern. In der Summe liefert das Solarmodul laut Hersteller bis zu 15 W Leistung, wobei jeder Anschluss maximal 5V und 2,0A (10W) erreicht. Die Ladebuchsen befinden sich auf der Rückseite des Moduls in einer aufgeklebten Tasche mit einem wasserfesten Reißverschluss und lassen sich mit einem Gummistöpsel verschließen. In der Tasche lassen sich die Ladekabel sowie eine sehr kleine Powerbank verstauen. Das Solarmodul ist nach IP67 gegen Wasser, Staub und Erschütterungen geschützt und wiegt laut unserer Küchenwaage rund 350 g. Zum Transport lässt sich das Solarmodul in der Mitte zusammenklappen und mit einem Druckknopf fixieren. An den 4 Ecken verfügt das Solarmodul über Ösen und lässt sich mit den 4 mitgelieferten, guten Karabinern einfach aufhängen. Doch reichen uns 15 Watt aus? Der anschließende Test wird es zeigen.
Der Sandberg Solar Charger 40W Lightweight ist zwar deutlich größer aber ansonsten optisch ähnlich aufgebaut wie das 15W-Modul. Es hat ebenso eine rückseitige Reißverschlusstasche zum Verstauen der Kabel oder einer Powerbank und Ösen an den 4 Ecken zum Aufhängen. Dafür ist der Solar Charger 40W Lightweight mit gewogenen rund 900 g deutlich schwerer und liefert bis zu 40 W Leistung. Das Solarmodul hat 3 verschiedene Lade-Anschlüsse: USB-A und USB-C mit einer höheren Ausgangsleistung sowie DC. Am DC-Anschluss lassen sich kompatible Powerbanks mit bis zu 40 W laden. Wer braucht schon soviel Leistung auf Tour, könnte man fragen. Doch dazu später mehr!
Alle technischen Daten zu den zwei Solarmodulen, der Effizienz der Solarzellen und der Survivor Nano Powerbank 10000 (Artikelnr. 421-32) finden sich auf der Webseite von Sandberg, der Link dazu ist am Ende des Artikels.
Die Sandberg Survivor Nano Powerbank 10000 (Artikelnr.: 421-32) ist eine Weiterentwicklung der Vorgängerversion mit 10.000 mAh. Sie hat jetzt 2 USB-C Ausgänge, die sich mit Gummistöpseln verschließen lassen und erlaubt eine Schnellladung der angeschlossenen Verbraucher mit bis zu 20 W. Die Powerbank lässt sich über einen beliebigen der zwei USB-C Ausgänge mit max. 18 W schnellladen, nur Pass-Through Charging ist nicht möglich. Sie ist nach IPX8 wasserdicht, staubdicht und gegen Erschütterungen geschützt. Zudem hat sie eine praktische digitale Ladestandsanzeige, auf der beim Schnellladen neben der blinkenden Ladestandsanzeige in Prozent zusätzlich ein grünes Symbol erscheint. Mit rund 190 g ist sie super leicht und so klein, dass sie genau in die Reißverschlusstasche beim Solar Charger 15W Lightweight passt.
Die Leistungsdaten beider Solarmodule lesen sich vielversprechend, doch wie schlagen sie sich bei den Ladeversuchen im Outdoor-Einsatz?
Wir haben kein Strommessgerät verwendet, um die genauen Ladeströme zu messen, stattdessen nutzten wir die Sandberg Survivor Nano Powerbank 10000 (Artikelnr. 421-32) mit 10.000 mAh und unsere Smartphones (iPhone 15 bzw. 16) für die Tests, da alle Geräte eine Akkustandanzeige besitzen und auch schnelladefähig sind. Zum Vergleich haben wir noch weitere Powerbanks mit einer Kapazität von ebenfalls 10.000 mAh sowie ein älteres Tablet geladen. Die Ladeversuche haben wir mehrmals bei unterschiedlichen Ladebedingungen von April bis Juni 2026 in Süddeutschland wiederholt, um einen guten Eindruck von der Leistung der Solarmodule zu gewinnen. Die Testbedingungen variierten dabei stark, vom perfekt wolkenlosen Himmel und klarer Luft während der Mittagsstunden bis hin zur tiefstehenden Abend-/Morgensonne. Zudem haben wir die Solarmodule auch bei teilweise bedecktem Himmel ausprobiert.
Die Solarmodule waren dabei Temperaturen von knapp über dem Gefrierpunkt bis hin zu sommerlichen 32 °C in der prallen Mittagssonne ausgesetzt. Die angeschlossenen Verbraucher (meist die Powerbanks) lagen im Schatten, um sie vor der Hitze zu schützen, bzw. in der Sonne, wenn es kalt war.
Unsere Ladeversuche sind vielleicht keine wissenschaftlich korrekte Vorgehensweise, doch für einen guten Vergleich der Ladeleistung der Module unter realistischen Bedingungen reichen uns die Ergebnisse aus. Schließlich setzen wir die Solarmodule und Powerbanks genau so im Outdoor-Einsatz auf unseren Touren ein und dort müssen sie zuverlässig funktionieren.
Sehen wir uns zuerst die Ladeleistungen der 2 neuen Lightweight-Solarmodule im Vergleich an, bevor wir anschließend die Ergebnisse bewerten. Zur besseren Einordnung der Leistungsfähigkeit der neuen Lightweight-Serie von Solarmodulen von Sandberg mit der Vorgängerversion, haben wir zusätzlich den inzwischen nicht mehr erhältlichen Sandberg Solar Charger 21W aus unserem letzten Test von 2024 mit aufgeführt und dessen Ladeleistung als Referenz genommen.

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Sandberg Solar Charger 15W Lightweight |
Sandberg Solar Charger 40W Lightweight |
Sandberg Solar Charger 21W (nicht mehr erhältlich) |
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| max. Leistung (Herstellerangabe) | 15 W | 40 W | 21 W |
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Ladeleistung bei Idealbedingungen (90°-Sonnen-einfallswinkel, klare Luft, wolkenloser Himmel) |
gut, kurze Ladezeit |
sehr gut, kürzeste Ladezeit |
gut, kurze Ladezeit |
| Ladeleistung bei schräg einfallender Sonne | langsam | gut | sehr langsam |
| Ladeleistung bei leicht bedecktem Himmel (Schleierwolken) | sehr langsam | langsam | minimal |
| Verarbeitungsqualität und Robustheit | hochwertig | hochwertig | hochwertig |
| Handhabung |
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Packmaß in mm (gemessen, Dicke nur ungefähr, wg. rückseitiger Reißverschlusstasche) |
214 x 213 x ca.30 | 327 x 206 x ca.33 | 280 x 195 x ca.33 |
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Gewicht (laut Küchenwaage) |
350 g | 880 g | 728 g |
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UVP (Stand: Juni 2024) |
--- | --- | 76,99 € |
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UVP (Stand: Mai 2026) |
44,99 € | 102,99 € | nicht mehr erhältlich |
Laden bei idealen Bedingungen
Idealbedingungen bedeutet 90°-Sonneneinfallswinkel, klare Luft, wolkenloser Himmel und moderate Temperaturen von 15-20°C. Mit allen drei Solarmodulen lassen sich sowohl moderne Smartphones als auch die Sandberg Survivor Nano Powerbank mit 10.000 mAh flott aufladen. Erwartungsgemäß klappt das mit dem Solar Charger 40W Lightweight am schnellsten. Dessen Leistung erscheint im Vergleich mit den zwei kleineren Solarmodulen geradezu gewaltig. Selbst zwei Powerbanks lassen sich problemlos parallel schnellladen. Man muss eher darauf achten, dass die angeschlossenen Verbraucher die hohen Ladeströme auch vertragen, ohne Schaden zu nehmen.
Auch der kleine Solar Charger 15W Lightweight erzeugt ausreichend Leistung zum parallelen Laden von zwei kleinen Verbrauchern wie Smartphone, Navi und einer kleinen Powerbank, wenn auch nicht sehr schnell. Ohne ein Messgerät können wir keinen großen Leistungsunterschied zu dem älteren, mit 21 W etwas stärkeren Modell, dem Solar Charger 21W feststellen.
Laden bei ungünstigeren Bedingungen
Wie groß die Unterschiede der Leistungsfähigkeit zwischen den zwei Generationen von Solarmodulen tatsächlich sind, zeigt sich erst bei ungünstigeren Bedingungen. Bei schräg einfallender Sonne oder einem mit Schleierwolken leicht bedeckten Himmel funktionieren beide Lightweight-Solarmodule überraschend gut und zumindest kleine Verbraucher wie die zum Test verwendete Sandberg Survivor Nano Powerbank 10000 lassen sich immer noch langsam laden, wenn das ältere Solarmodul bereits keinen ausreichenden Strom mehr zur Verfügung stellen kann. Im Outdoor-Einsatz liegt genau hier der entscheidende Vorteil, denn selten sind die Ladebedingungen ideal. Laden in der Morgensonne oder am späten Nachmittag war bislang mit allen von uns getesteten Solarmodulen nur sehr eingeschränkt möglich, jetzt klappt es zumindest mit dem Solar Charger 40W Lightweight locker.
Unser Hauptkritikpunkt am älteren Sandberg Solar Charger 21W, das hohe Gewicht, hat sich mit der neuen Lightweight-Serie erledigt. Mit nachgewogenen 350 g ist der neue Solar Charger 15W Lightweight zwar 50 g schwerer als auf der Herstellerseite angegeben, aber immer noch schön leicht. Gut gefallen der USB-A und C-Anschluss, denn so lassen sich unterschiedliche Ladekabel verwenden. In der praktischen kleinen Reißverschlusstasche auf der Rückseite lassen sich die Ladekabel und ggf. zusätzlich eine sehr kleine Powerbank verstauen, die Sandberg Survivor Nano Powerbank 10000 passt genau hinein. Durch die 4 Ösen an den Ecken und die mitgelieferten 4 Karabiner lässt sich das Solarmodul einfach aufhängen. Wir nutzen meist nur 2 Karabiner mit zusätzlich zwei Gummibändern oder kurzen Schnüren, so lässt sich das Solarmodul selbst bei einer kurzen Pause super schnell an einem Gegenstand aufhängen und zur Sonne ausrichten. Zum Transport wird das Solarmodul zusammengefaltet und mit einem Druckknopf gesichert. Wir sind von dem Solar Charger 15W Lightweight bislang sehr angetan. Trotz der nominell eher geringen Leistung performt es bei uns super und tut genau was es soll: es lädt unsere Verbraucher zuverlässig und zügig auf. Der einzige kleine Kritikpunkt betrifft die Transportabmessungen. Zusammengefaltet ist das Solarmodul annähernd quadratisch, wodurch es nur schlecht in unsere Bikepacking-Taschen passt. Im Rucksack transportiert spielt das keine Rolle, doch wir würden ein rechteckiges, eher längliches Format bevorzugen. Abgesehen davon ist der Solar Charger 15W Lightweight in allen Punkten eine erfreuliche Weiterentwicklung gegenüber den älteren Solarmodulen.
Der Sandberg Solar Charger 40W Lightweight ist für uns mindestens genauso interessant. Fürs leichtgewichtige Wandern oder Bikepacking erscheint er auf den ersten Blick zu groß und mit 880 g zu schwer. Doch das hängt immer von den eigenen Anforderungen ab. Selbst bei nicht idealen Bedingungen lassen sich damit immer noch Verbraucher wie Smartphones oder eine kleine Powerbank laden, während andere Solarmodule längst keinen nutzbaren Ladestrom mehr liefern. Durch den zusätzlichen DC-Ausgang ergibt sich außerdem die Option, eine kompatible Powerbank mit bis zu 40W Leistung zu laden und daraus wiederum energiehungrige Verbraucher wie Laptops. Das dürfte für alle interessant sein, die längere Zeit ohne verfügbaren Strom aus der Steckdose unterwegs sind. Selbst getestet haben wir den DC-Ausgang nicht.
Nach den ersten 3 Monaten im Einsatz erscheinen uns die beiden Solarmodule auch robust genug für den Outdoor-Einsatz, denn abgesehen von ein paar abstehenden Stofffäden an den Rändern zeigen sie so gut wie keine Gebrauchsspuren. Sollten sich hier in Zukunft Überraschungen zeigen, dann werden wir diesen Artikel ergänzen.
Bislang können wir auch von der Sandberg Survivor Nano Powerbank 10000 nur Positives berichten. Der Winzling ist leicht und funktioniert. Er hat ein unbeabsichtigtes Fallenlassen vom Tisch auf den Steinboden locker weggesteckt und lässt sich mit dem Sandberg Solar Charger 40W Lightweight problemlos schnellladen. Auch mit dem Solar Charger 15W Lightweight gelingt das Vollladen der Powerbank überraschend zügig, selbst wenn das Solarmodul nicht die ganze Zeit perfekt zur Sonne ausgerichtet ist. Die digitale Ladestandsanzeige ist super praktisch und deutlich präziser als die sonst üblichen Varianten mit mehreren Mini-LEDs. So lässt sich bei schwierigen Ladebedingungen schnell erkennen, ob das Laden wirklich funktioniert. Ist der Ladestrom nämlich zu gering, dann kann der Ladestand des angeschlossenen Verbrauchers sogar leicht sinken, auch wenn ein Laden angezeigt wird.
Wir sind von beiden Sandberg Solarmodulen nach den ersten Monaten im Einsatz sehr angetan. Verglichen mit der Vorgängerversion stellt die neue Lightweight-Serie der Solarmodule eine spürbare Verbesserung dar. Sie sind leichter und funktionieren auch bei nicht idealen Bedingungen deutlich besser. Auch die Survivor Nano Powerbank 10000 gefällt uns richtig gut. Sie ist super klein, leicht, robust und zudem schnellladefähig. Eine 5-jährige Garantie des Herstellers auf alle drei Produkte weckt zusätzliches Vertrauen in die Qualität. Somit erscheinen uns auch die Preise als fair. Wir werden alle drei Produkte weiter im Einsatz haben und diesen Artikel entsprechend ergänzen, sollten sich dabei neue Erkenntnisse ergeben.
Die technischen Daten und Preise finden sich auf der Webseite von Sandberg (siehe unten).
Alle Infos zu den Solarmodulen, der Powerbank und den Preisen gibt’s unter:
https://sandberg.world/de-de/categories/mobile-charging/solar-chargers *)
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