· 

Im Test - Regenjacken zum Biken und Wandern von showers pass

Der Herbst geht langsam zu Ende, der Winter naht und schickt uns wie so oft nasskaltes Wetter und auch Schnee. Wir sind trotzdem weiter draußen aktiv und stellen Euch hier zwei unterschiedliche Regenjacken der Marke showers pass aus den USA vor. Wir finden die Jacken sehr ansprechend, weil sie laut Hersteller sowohl ideal zum Biken als auch zum Wandern sein sollen. Eine Jacke also für viele Einsatzbereiche? Nach mittlerweile einigen Monaten im Einsatz in den Bergen als auch im Alltag beim täglichen Weg zur Arbeit mussten sie sich bei jedem Wetter und ganz unterschiedlichen Temperaturen beweisen. Unsere persönlichen Eindrücke mit den Stärken und Schwächen der Jacken und ob sie ihr Geld wert sind, das lest Ihr hier!

 

Transparenzhinweis: Die Jacken wurden uns von showers pass für diesen Test zur Verfügung gestellt, somit handelt es sich um Werbung. 

Testvideo

Unsere Anforderungen an die ideale Outdoor-Regenjacke

Eine wasserdichte Regenjacke ohne Gore-Tex-Membran?  Wir waren etwas skeptisch und freuten uns auf den ersten Test. Doch zunächst mussten wir uns in Geduld üben, weil das Wetter bei unseren Touren im Sommer einfach zu schön und vor allem zu trocken war. Doch das änderte sich bald und mit dem beginnenden Herbst kamen die ersten nassen Tage, was uns nicht davon abhielt, weiter draußen unterwegs zu sein

Welche Anforderungen haben wir an die ideale Outdoor-Regenjacke?

 

  • zuverlässig wasserdicht und das auch bei stundenlangem Regen
  • sehr atmungsaktiv und zusätzliche Belüftungsöffnungen, damit bei Bedarf eine zusätzliche Belüftung möglich ist
  • gute Passform
  • kleines Packmaß
  • geringes Gewicht
  • robust und langlebig, d.h. etliche Jahre bei häufigen Einsatz
  • schöne Optik
  • Reflexstreifen, um bei Dunkelheit v.a. im Straßenverkehr besser gesehen zu werden
  • sowohl zum Biken als auch zum Wandern geeignet
  • eine gute Kapuze, die mit einem Fahrradhelm kombinierbar ist, also darunter oder darüber passt
  • bezahlbar

Ok, das klingt zunächst nach der eierlegenden Wollmilchsau, doch wir beschreiben schließlich die perfekte Jacke. Was genau wir unter den Anforderungen verstehen, lest Ihr gleich bei den Ergebnissen unseres Praxistests der zwei Jacken.

Die Ergebnisse unseres Praxistests

Von unseren Anforderungen an die ideale Outdoor-Regenjacke erfüllen beide Modelle etliche Kriterien gut bis sehr gut. Insgesamt überzeugen uns beide Jacken. Hier kommen unsere Erkenntnisse der Vor- und Nachteile im Überblick.

Modell REFUGE

showers pass Regenjacke REFUGE
showers pass Regenjacke REFUGE

Modell IMBA

showers pass Regenjacke IMBA
showers pass Regenjacke IMBA

Da beide Jacken, REFUGE und IMBA, sowohl für den Bikeeinsatz als auch zum Wandern gedacht sind, beschreiben wir Euch die Vor- und Nachteile aus unserer Sicht gemeinsam. Die Unterschiede der Jacken erklären wir dann bei den einzelnen Punkten. Die Fotoshows unten zeigen beide Jacken im Detail.

Vorteile

  •  Wasserdichtigkeit: Bislang hielten beide Jacken auch im strömenden Regen dicht. Als zusätzlicher Spritzschutz für den Po gibt es bei der REFUGE einen langen, ausklappbaren Lappen, was gerade bei einer gestreckteren Sitzposition auf dem Rennrad praktisch ist. Braucht man diesen Spritzschutz nicht, dann hält er mit zwei kleinen Magneten auf der Innenseite der Rückenpartie. Das stört auch mit einem Rucksack auf dem Rücken nicht. Das ist ein tolles, da im Alltag sehr simpel zu bedienendes Detail. Bei der IMBA ist der Rücken etwas länger geschnitten als die Front und der ausklappbare Lappen fehlt. Trotzdem läuft einem hinten kein Wasser in die Hose. Nur bei einer wirklich gestreckten Sitzposition auf dem Rad dürfte es aber zu knapp werden. 
  • Die gute Atmungsaktivität des Materials und die zwei zusätzlichen vertikalen, wasserdichten Reißverschlüsse an der Front zur Belüftung helfen gegen einen Hitzestau. Auch die wasserabweisende Wirkung des Obermaterials bei beiden Jacken funktioniert bislang gut, d.h. die Wassertropfen perlen gut ab. Das ist insofern wichtig, weil damit die Atmungsaktivität deutlich besser ist als bei Jacken, auf denen sich ein durchgehender Wasserfilm bildet.
  • Innentaschen: Beide Jacken haben haben neben den zwei wasserdichten Reißverschlüssen zur Belüftung noch zwei abgedeckte, aber nicht wasserdichte Reißverschlüsse für zwei Innentaschen mit Meschgewebe. Bei der IMBA gibt's in einer davon zusätzlich ein Brillenputztuch. Zu den zwei Fronttaschen mit Meshgewebe haben beide Jacken jeweils eine Napoleontasche auf der linken Frontseite. Bei der REFUGE ist sie von außen durch eine wasserdichten Reißverschluss zugänglich, bei der IMBA nur von innen. Man muss hier zuerst den Hauptreißverschluss vorne öffnen. Die REFUGE bietet auf der rechten unteren Seite eine zusätzliche Tasche mit wasserdichtem Reißverschluss und innenliegenden Meshgewebe an.
  • Passform: Die Jacken haben eine gute, legere Passform, d.h. auch mit einem Pulli oder einer anderen wärmenden Schicht darunter tragen sie sich angenehm.
  • Kapuze: Die Kapuze trägt man jeweils über dem Fahrradhelm, was gut funktioniert. Der Helm sitzt damit besser auf dem Kopf als bei Kapuzen die man unter dem Helm trägt und die Belüftung am Kopf ist dadurch auch besser. Die Kapuze hält auch im Fahrtwind gut und ist so geschnitten, dass sie die seitliche Sicht nicht einschränkt. Sie lässt sich bei Bedarf mit einem Reißverschluss komplett abnehmen und ist bei beiden Jacken gleich. 
  • Optik: Wir finden beide Jacken sehen klasse aus, doch das ist rein subjektiv.
  • Reflexstreifen: Gerade bei Dunkelheit v.a. im Straßenverkehr helfen die Reflexstreifen an vielen Nähten vorne und am Rücken sowie die reflektierenden Labels um besser gesehen zu werden. Doch auch bei einer Wanderung im Dunkeln mit Stirnlampe sind sie hilfreich. Die REFUGE bietet hier noch etwas mehr Reflexstreifen als die IMBA.
  • Rucksacktauglichkeit: Die Jacken tragen sich auch mit Rucksack gut und die Schulterpartien sind extra verstärkt. Der extra Spritzschutzlappen am Rücken bei der REFUGE stört dabei nicht.
  • Die Verarbeitung beider Jacken erscheint uns hochwertig. Alle Nähte sind sauber von innen getapt und dürften damit dauerhaft dicht sein. Zumindest sollten die Nähte genauso lange dicht halten wie das Material der Jacken selbst. Selbst bei den Kapuzen hat man darauf geachtet. Das Material der IMBA fühlt sich etwas weicher und dünner an als das der REFUGE. 
  • Preis: Die REFUGE ist mit einem UVP von 285 € nicht gerade günstig, doch das Preis-Leistungsverhältnis erscheint uns angesichts der gebotenen Qualität und Ausstattung akzeptabel. Die IMBA ist mit einem UVP von 199 €  etwas günstiger.

Nachteile

 

  • Packmaß und Gewicht sind höher als bei minimalistischen Regenjacken. Konkret: Die REFUGE (Herrenmodell in Größe M) wiegt laut unserer Küchenwaage etwa 545 g, die IMBA (Damenmodell in Größe M) wiegt 412 g. Im Vergleich wiegt eine reine, minimalistische Bike-Regenjacke mit Gore-Tex-Membran eines anderen Herstellers ohne extra Taschen aber mit kleiner Kapuze für unter den Helm und ausklappbarem Spritzlappen am Rücken nur 340g und auch das Packmaß ist deutlich kleiner. Dafür bieten beide Jacken von showers pass aber eine bessere Ausstattung (gute Kapuze, Innentaschen, wasserdichte Reißverschlüsse, robustes Material) und eignen sich gerade für die kältere Jahreszeit besser.  Durch den legeren Schnitt bleibt mehr Platz für zusätzliche wärmende Bekleidungsschichten darunter. 
  • Kapuze: In Kombination mit einem Radhelm sitzt sie perfekt, solange man den Frontreißverschluss ganz schließt. Ist er leicht geöffnet, dann rutscht die Kapuze durch den Fahrtwind vom Helm nach hinten. Ohne Helm, also beim Wandern sitzt die Kapuze ebenfalls gut, weil sie mit zwei Gummibändern an den Kopf angepasst werden kann. 
  • Passform: Die Passform der Jacken soll laut Hersteller etwas legerer sein, um eine gute Belüftung zu gewährleisten. Bei Clemens führte das jedoch dazu, dass er genau zwischen den Größen M und L landete. Laut der Maßtabelle von showers pass wäre er hingegen eindeutig bei Größe L gelandet. In Größe L war die Ärmellänge selbst auf dem Rad perfekt, doch die Jacke war deutlich zu weit geschnitten. In Größe M war die Passform am Körper selbst mit dicker Primaloftjacke darunter super, doch dafür war die Ärmellänge etwas knapp. Wer also eher schlank ist und lange Arme hat, muss sich unter Umständen entscheiden, welche Passform ihm wichtiger ist. Eher eng am Körper anliegend, oder lieber eine Nummer größer um lange Ärmel zu haben. Für Judith passt die IMBA in Größe M sehr gut was die Rückenpartie angeht, die Ärmel könnten hingegen noch zwei bis drei cm länger sein.
  • Haltbarkeit: Bislang ging nur bei der REFUGE beim Frontreißverschluss die Kunststoff-Verlängerung für den Zipper kaputt. Das ist nicht weiter tragisch, weil sich der Reißverschluss trotzdem weiter bedienen lässt. 

Fazit

  • Das Modell REFUGE zeigt sich bei uns bislang als solide Regenjacke mit dem Schwerpunkt-Einsatz beim Biken und gelegentlichen Wanderungen. Sie trägt sich angenehm, ist gut belüftet und sieht schick aus. Die Passform ist eher leger. 
  • Das Modell IMBA ist, ebenso wie die REFUGE, eine durchdachte Regenjacke, allerdings mit einem etwas anderen Schwerpunkt. Sie eignet sich für`s Biken genauso wie für die Rucksacktour zu Fuß. Durch die länger geschnittene Rückenpartie bietet sie trotzdem auf dem Rad noch genügend Schutz für den Po vor Spritzwasser. Weil sie aus etwas leichterem Material gefertigt ist, keinen extra Spritzlappen am Rücken und eine Tasche weniger hat, ist sie in der gleichen Größe (M) immerhin rund 130g leichter und lässt sich kleiner zusammenpacken. Sie trägt sich mit Rucksack noch etwas angenehmer am Rücken als die REGUGE und ist zudem preiswerter in der Anschaffung.
  • Die Belüftung ist bei beiden Jacken gleich gut und auch die Atmungsaktivität empfinden wir, gemessen für eine Regenjacke, als gut. Allerdings kam uns die Atmungsaktivität der Jacke nicht besser vor als bei hochwertigen Regenjacken mit Gore-Tex Membran von anderen Herstellern. Wir haben jedenfalls bei unseren Jacken immer die Reißverschlüsse  geöffnet, wenn es gerade nicht oder nur leicht regnet. Dies verbessert den Tragekomfort erheblich, weil man bei sportlicher Aktivität nicht so schnell naßgeschwitzt ist. 
  • Ob die Jacken zum Wandern im Gebirge und Radfahren gleichermaßen geeignet sind, das hängt sicher von den persönlichen Ansprüchen ab. Aus unserer Sicht schaffen sie diesen Spagat sehr gut. Beide punkten gerade im Alltagseinsatz, also dort wo die meisten Outdoorbegeisterten sie vermutlich auch am häufigsten einsetzen dürften. Statt mehrerer Regenjacken reicht also eine! Wer hingegen eine Spezialjacke für einen eng begrenzten Einsatzbereich sucht, d.h. nur zum Biken mit Minimalgepäck oder nur zum Wandern, der sollte sich auch andere Modelle ansehen. 
  • Haltbarkeit: Beide Jacken haben wir seit ein paar Monaten im Einsatz, wie robust sie auf Dauer sind, wird sich noch zeigen.  Auch die wasserabweisende Wirkung des Obermaterials bei beiden Jacken funktioniert weiterhin gut, d.h. die Wassertropfen perlen gut ab. Wenn wir neue Erfahrungswerte mit beiden Jacken haben, gibt es ein Update!

Unser Fazit von den Jacken fällt bislang insgesamt sehr positiv aus, da es sich um funktionale Regenjacken handelt, die breite, unterschiedliche Einsatzbereiche abdecken und uns auch optisch sehr gut gefallen. Wer auf der Suche nach einer Jacke für viele Zwecke ist, der sollte sie sich daher näher ansehen.

Fragen, Wünsche, Anregungen?

Transparenzhinweis: Bei allen Beschreibungen geben wir nur unsere persönlichen Eindrücke der Jacken im Einsatz wieder. Weder werden wir dafür bezahlt, um eine Wunschmeinung wiederzugeben, noch erhalten wir Geld dafür, wenn Ihr über den Link zu showers pass Produkte kauft. 

 

Webseite des Herstellers mit allen verfügbaren Größen und Farben: https://showerspass.eu

Zu den Inhalten zu verlinkten Webseiten übernehmen wir keine Haftung.

 

Für weitere Fragen, Wünsche und Anregungen freuen wir uns wie immer über Eure Mails!

Schreibt an:   team@berghuhn.de